PMS und PMDS: was vor der Periode normal ist und wann du Hilfe brauchst
PMS (prämenstruelles Syndrom) ist der Name für die Symptome in den Wochen vor der Menstruation – Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Müdigkeit, Blähungen, Brustschmerzen, Kopfschmerzen. Laut NHS haben die meisten Frauen irgendwann PMS, und es ist normal. PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) ist eine deutlich schwerere Form, die eine kleine Zahl von Frauen betrifft und starke Angst, Wut, Depression oder Suizidgedanken umfassen kann. Wenn Änderungen des Lebensstils nicht helfen oder die Symptome deinen Alltag beeinträchtigen, empfiehlt der NHS, einen Arzt aufzusuchen.
- Laut NHS sind PMS die Symptome, die Frauen in den Wochen vor der Menstruation haben können – die meisten Frauen erleben es irgendwann in ihrem Leben.
- Die Symptome unterscheiden sich von Frau zu Frau und können sich von Monat zu Monat ändern.
- Die Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber der NHS bringt sie mit den Schwankungen der Hormonspiegel während des Zyklus in Verbindung, auf die manche Frauen empfindlicher reagieren.
- PMDS ist eine schwerere Form von PMS, bei der die Symptome viel intensiver sind und starke Angst, Wut, Depression oder Suizidgedanken umfassen können.
- Der NHS empfiehlt, mindestens 2 Zyklen lang ein Symptomtagebuch zu führen und es zum Arzt mitzunehmen.
Welche PMS-Symptome sind vor der Periode normal?
Laut NHS sind die häufigsten PMS-Symptome:
- Stimmungsschwankungen;
- gedrückte Stimmung oder Reizbarkeit;
- sich aufgewühlt, ängstlich oder emotional fühlen;
- Müdigkeit oder Schlafprobleme;
- Blähungen oder Krämpfe;
- empfindliche Brüste;
- Kopfschmerzen;
- Hautunreinheiten und fettiges Haar;
- Veränderungen des Appetits oder Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel.
Der NHS betont, dass die Symptome bei jeder Frau anders sind und sich von Monat zu Monat ändern können. Dass es dir in einem Monat „schlechter“ geht, bedeutet nicht unbedingt, dass sich etwas verschlimmert hat.
Warum entsteht PMS?
Laut NHS ist die Ursache von PMS nicht vollständig verstanden. Man geht davon aus, dass es mit den Schwankungen der Hormonspiegel während des Menstruationszyklus zusammenhängt und dass manche Frauen von diesen Veränderungen einfach stärker betroffen sind als andere. Das erklärt, warum eine Frau die Tage vor der Periode kaum spürt, während eine andere sie jeden Monat stark empfindet.
Wichtig ist laut NHS, dass PMS jede treffen kann, die ihre Menstruation hat, und dass es Hilfe gibt, wenn es deinen Alltag stört. Du musst nicht jeden Monat „durchhalten“, nur weil die Symptome häufig sind.
Was kann ich selbst gegen PMS tun?
Der NHS empfiehlt, es zuerst mit Änderungen des Lebensstils zu versuchen:
- regelmäßige Bewegung;
- gesunde, ausgewogene Ernährung – kleinere und häufigere Portionen, alle 2 bis 3 Stunden, können helfen;
- ausreichend Schlaf;
- Stressabbau durch Yoga oder Meditation;
- Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol bei Schmerzen;
- ein Symptomtagebuch über mindestens 2 Menstruationszyklen, das du zum Arzt mitnimmst.
Laut NHS ist es gut, Zigaretten und übermäßigen Alkohol zu vermeiden. Zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin B6, Calcium, Vitamin D und Magnesium sowie zu Akupunktur und Reflexzonenmassage merkt der NHS an, dass es nicht viele Belege für ihre Wirkung gibt – und rät, einen Arzt oder Apotheker zu fragen, wenn du andere Medikamente nimmst.
Was ist PMDS und wie unterscheidet es sich von PMS?
Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) ist laut NHS eine schwerere Form von PMS, die eine kleine Zahl von Frauen betrifft. Die Symptome ähneln denen von PMS, sind aber viel intensiver und können einen deutlich größeren negativen Einfluss auf den Alltag haben.
Der NHS weist darauf hin, dass bei PMDS Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Essanfälle und Schlafprobleme auftreten können, ebenso wie starke Angst, Wut, Depression oder Suizidgedanken. Die Ursache ist unklar, wird aber mit einer hohen Empfindlichkeit gegenüber hormonellen Veränderungen oder mit bestimmten vererbten Genen in Verbindung gebracht.
Der praktische Unterschied: Bei PMS fühlst du dich schlecht, kommst aber zurecht; bei PMDS sind die emotionalen Symptome so stark, dass dein Alltag, deine Arbeit und deine Beziehungen jeden Monat ernsthaft leiden. Das Symptomtagebuch hilft, dem Arzt genau dieses Muster zu zeigen.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
Laut NHS solltest du einen Termin beim Arzt vereinbaren, wenn du PMS-Symptome hast und:
- Änderungen des Lebensstils nicht geholfen haben;
- die Symptome deinen Alltag beeinträchtigen.
Notfall: Der NHS ist eindeutig – wenn du PMDS-Symptome hast und dich suizidal fühlst, solltest du eine Notrufnummer anrufen oder in eine Notaufnahme gehen. Fahre nicht selbst – bitte jemanden, dich zu fahren, oder rufe einen Krankenwagen, und nimm die Medikamente mit, die du einnimmst.
Welche Behandlung kann der Arzt anbieten?
Laut NHS kann der Arzt zusätzlich zu den Änderungen des Lebensstils ein hormonelles Medikament wie die Kombinationspille, eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) oder Antidepressiva empfehlen.
Wenn die Symptome auch danach anhalten, kannst du an einen Spezialisten überwiesen werden – Gynäkologe, Psychiater oder Berater. Das ist kein Zeichen, dass du „übertrieben“ hast, sondern laut NHS der übliche nächste Schritt.
Häufige Fragen
Wie lange sollte ich ein Symptomtagebuch führen, bevor ich zum Arzt gehe?
Der NHS empfiehlt, deine Symptome mindestens 2 Menstruationszyklen lang aufzuschreiben und das Tagebuch zum Termin mitzunehmen – so sieht der Arzt, ob die Beschwerden dem Zyklus folgen.
Helfen Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel bei PMS?
Laut NHS gibt es für Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin B6, Calcium, Vitamin D und Magnesium nicht viele Belege, dass sie wirken. Wenn du andere Medikamente nimmst, frag zuerst einen Arzt oder Apotheker.
Ist PMDS eine psychische Erkrankung oder ein gynäkologisches Problem?
Der NHS beschreibt es als schwere Form von PMS mit starken emotionalen Symptomen und weist darauf hin, dass du bei Bedarf an einen Gynäkologen, Psychiater oder Berater überwiesen werden kannst – es wird also oft von beiden Seiten daran gearbeitet.
Quellen
- NHS – PMS (premenstrual syndrome) – zuletzt vom NHS geprüft: 18. Juni 2024
Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].
