Schmerzhafte Menstruation (Dysmenorrhoe): wann normal und wann nicht
Schmerzen vor und während der Menstruation sind normal und dauern laut NHS in der Regel bis zu 3 Tage – sie entstehen durch das Zusammenziehen der Gebärmutter. Nicht normal ist es, wenn der Schmerz deinen Alltag beeinträchtigt, stärker oder anders wird als gewohnt oder von Schmerzen beim Sex, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang begleitet ist. Dann kann die Ursache eine Endometriose, Myome, eine Entzündung im Becken oder eine Spirale sein, und es lohnt sich, das abklären zu lassen.
- Laut NHS dauern Menstruationsschmerzen in der Regel bis zu 3 Tage und fühlen sich wie Krämpfe im Unterbauch an, die in den Rücken und die Oberschenkel ausstrahlen können.
- Die Ursache des üblichen Schmerzes ist das Zusammenziehen der Gebärmutter während der Periode – das ist ein normaler Teil der Menstruation.
- Der Schmerz ist manchmal ein Signal für eine Erkrankung: Endometriose, Adenomyose, Myome, eine entzündliche Beckenerkrankung oder eine Spirale (besonders in den ersten 3 bis 6 Monaten).
- Wärme, leichte Bewegung, Massage und Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sind die Selbsthilfemaßnahmen, die der NHS empfiehlt.
- Wenn der Schmerz stark oder schlimmer als gewohnt ist und Schmerzmittel nicht helfen, rät der NHS zu einer dringenden ärztlichen Beratung.
Wie fühlt sich normaler Menstruationsschmerz an?
Laut NHS ist es völlig normal, kurz vor oder zu Beginn der Menstruation Schmerzen oder Unwohlsein zu spüren. Am häufigsten sind das schmerzhafte Krämpfe im Unterbauch, die in den Rücken und die Oberschenkel ausstrahlen können. Der Schmerz kann scharf und stechend oder dumpf und anhaltend sein.
In der Regel dauert er bis zu 3 Tage, und auch wenn er dich bei alltäglichen Dingen stören kann, ist er bei den meisten Frauen einfach Teil des Zyklus. Der NHS weist darauf hin, dass der Schmerz zwar hauptsächlich Frauen und Mädchen betrifft, aber bei jedem auftreten kann, der eine Menstruation hat.
Warum tut es während der Periode weh?
Die Ursache des üblichen Menstruationsschmerzes ist laut NHS, dass sich die Gebärmutter während der Menstruation zusammenzieht. Das ist ein normaler Vorgang und bedeutet nicht, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Manchmal hat der Schmerz jedoch eine konkrete Ursache, die eine eigenständige Erkrankung ist. Der NHS nennt folgende:
- Endometriose und Adenomyose – Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, wächst an anderen Stellen.
- Myome – Wucherungen in und um die Gebärmutter.
- Entzündliche Beckenerkrankung – eine Infektion der Gebärmutter, der Eileiter und der Eierstöcke.
- Spirale (IUD) – besonders in den ersten 3 bis 6 Monaten nach dem Einsetzen.
Was kann ich selbst tun, um den Schmerz zu lindern?
Der NHS führt einige einfache Maßnahmen auf, die du zu Hause ausprobieren kannst:
- Ein warmes Bad oder eine warme Dusche.
- Ein Wärmekissen oder eine in ein Handtuch gewickelte Wärmflasche auf dem Bauch.
- Massage von Bauch und Rücken.
- Leichte Bewegung – Yoga, Schwimmen, Gehen oder Radfahren.
- Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen.
Laut NHS können auch weniger Alkohol und der Verzicht auf Zigaretten helfen.
Wann ist Menstruationsschmerz nicht normal?
Die entscheidende Frage ist nicht, wie stark der Schmerz an sich ist, sondern ob er sich verändert und ob er dich daran hindert, normal zu leben. Der NHS empfiehlt, einen Arzt aufzusuchen, wenn deine Menstruation schmerzhafter, stärker oder unregelmäßiger wird oder wenn der Schmerz dich davon abhält, deine gewohnten Dinge zu tun.
Besonders wichtig sind Anzeichen, die nicht nur „Bauchschmerzen“ sind – Schmerzen beim Sex, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang, Blutungen zwischen den Perioden, ein aufgeblähter Bauch, Appetitlosigkeit oder ungewollter Gewichtsverlust. Laut NHS sollten diese abgeklärt werden.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
Laut NHS solltest du dringend einen Arzt oder einen medizinischen Notdienst aufsuchen, wenn der Schmerz im Becken oder während der Menstruation stark oder schlimmer als gewohnt ist und Schmerzmittel nicht geholfen haben.
Vereinbare einen (nicht dringenden) Arzttermin, wenn:
- deine Menstruation schmerzhafter, stärker oder unregelmäßiger wird;
- der Schmerz dich davon abhält, deine gewohnten täglichen Dinge zu tun;
- du Schmerzen beim Sex, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang hast;
- du zwischen den Perioden blutest;
- du eine Veränderung bemerkst, wie oft du Wasser lässt oder Stuhlgang hast;
- dein Bauch aufgebläht ist;
- du keinen Appetit hast;
- du abnimmst, ohne es zu versuchen.
Was kann der Arzt anbieten?
Bei starken Schmerzen kann der Arzt laut NHS entzündungshemmende Medikamente wie Naproxen, Flurbiprofen oder Mefenaminsäure empfehlen, ein TENS-Gerät (leichte elektrische Impulse, die den Schmerz verringern) oder eine Verhütungsmethode – Pille, Implantat oder Spritze, die die Gebärmutterschleimhaut dünner macht und so die Menstruation leichter und weniger schmerzhaft werden lässt.
Wenn sich der Schmerz nicht bessert oder der Verdacht auf eine Erkrankung wie Myome besteht, kann der Arzt dich an eine Gynäkologin überweisen, und es können Untersuchungen wie ein Ultraschall gemacht werden. Laut NHS hilft die Behandlung der gefundenen Erkrankung in der Regel – Myome werden mit Medikamenten oder einer Operation behandelt, die entzündliche Beckenerkrankung mit Antibiotika.
Häufige Fragen
Wie viele Tage sind Schmerzen während der Menstruation normal?
Laut NHS dauern Menstruationsschmerzen in der Regel bis zu 3 Tage. Wenn sie länger anhalten oder mit jedem Zyklus stärker werden, ist es gut, das mit einem Arzt zu besprechen.
Kann die Spirale eine schmerzhafte Menstruation verursachen?
Ja. Der NHS nennt die Spirale als mögliche Ursache für schmerzhafte Menstruationen, besonders in den ersten 3 bis 6 Monaten nach dem Einsetzen.
Welche Schmerzmittel eignen sich bei Menstruationsschmerzen?
Zur Selbsthilfe nennt der NHS Paracetamol und Ibuprofen. Bei starken Schmerzen kann ein Arzt entzündungshemmende Mittel wie Naproxen, Flurbiprofen oder Mefenaminsäure verschreiben.
Quellen
- NHS – Period pain – zuletzt vom NHS geprüft: 18. März 2026
Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].
