Verhütung: Methoden, wie du wählst und was du den Arzt fragen solltest
Es gibt nicht die eine „beste“ Verhütungsmethode – die Wahl hängt davon ab, was dir wichtig ist: wie sicher die Methode ist, wie oft du an sie denken musst, welche Nebenwirkungen sie haben kann und wie sie deinen Zyklus beeinflusst. Laut NHS sind Implantat, Hormonspirale und Kupferspirale bei realer Anwendung über 99 % wirksam, während Pille, Pflaster und Ring bei etwa 91 % liegen, weil sie von Regelmäßigkeit abhängen. Nur Kondome schützen auch vor sexuell übertragbaren Infektionen.
- Der NHS beschreibt 15 Methoden – von der täglichen Pille bis zur Spirale, die 5 oder 10 Jahre hält.
- Bei realer (nicht idealer) Anwendung sind Implantat, IUS und IUD über 99 % wirksam, die kombinierte Pille etwa 91 %, Kondome etwa 82 %.
- Nur Kondome schützen vor sexuell übertragbaren Infektionen, einschließlich HIV.
- Hormonelle Methoden können Nebenwirkungen haben, die in der Regel bis etwa 3 Monate abklingen.
- Die Hormonspirale (IUS) wird vom NHS als wirksamste Methode zur Linderung starker Menstruationsblutungen genannt.
Welche Verhütungsmethoden gibt es?
Laut NHS gibt es viel mehr Möglichkeiten als „Pille oder Kondom“. Die Methoden werden danach eingeteilt, ob sie Hormone enthalten und wie lange sie wirken.
- Kombinierte hormonelle (Gestagen + Östrogen): kombinierte Pille, Verhütungspflaster, Vaginalring.
- Nur mit Gestagen: Minipille, Hormonspirale (IUS), Implantat unter der Haut des Arms, Verhütungsspritze.
- Ohne Hormone: Kupferspirale (IUD), Kondome, Frauenkondome, Diaphragma oder Portiokappe, natürliche Familienplanung (Zyklusbeobachtung).
- Dauerhafte: Sterilisation der Frau und Vasektomie.
- Notfallverhütung: die „Pille danach“ (je nach Art bis 3 oder 5 Tage nach dem Sex) und die Kupferspirale.
Wie wirksam ist jede Methode?
Der NHS unterscheidet zwischen „idealer Anwendung“ (die Methode wird jedes Mal richtig benutzt) und „typischer Anwendung“ – dem echten Leben mit vergessener Pille, abgerutschtem Kondom oder vergessenem Ring. Der Unterschied ist aufschlussreich:
- Implantat, Hormonspirale (IUS) und Kupferspirale (IUD): über 99 % sowohl bei idealer als auch bei typischer Anwendung.
- Spritze: über 99 % bei idealer, 94 % bei typischer Anwendung.
- Kombinierte Pille, Minipille, Pflaster, Ring: über 99 % bei idealer, etwa 91 % bei typischer Anwendung.
- Kondome: 98 % bei idealer, 82 % bei typischer Anwendung. Frauenkondome: 95 % / 79 %.
- Natürliche Familienplanung: 91–99 % bei idealer, 76 % bei typischer Anwendung.
Die Schlussfolgerung ist einfach: Methoden, bei denen du an nichts denken musst, behalten ihre Wirksamkeit auch im echten Leben.
Wie oft musst du an die Verhütung denken?
Laut NHS ist das eine der Schlüsselfragen bei der Wahl. Kondome, Diaphragma und Portiokappe werden bei jedem Sex verwendet. Pillen werden täglich genommen, das Pflaster wird jede Woche gewechselt und der Ring alle 3 Wochen.
Die anderen Methoden setzt dir ein Arzt oder eine Krankenschwester ein, und danach denkst du nicht mehr an sie: Die Spritze wirkt je nach Art 8 bis 13 Wochen, das Implantat 5 Jahre, die Hormonspirale 3 oder 6 Jahre und die Kupferspirale 5 oder 10 Jahre. Für die Methoden, die du selbst anwendest, ist trotzdem eine erste Beratung bei Arzt, Krankenschwester oder Apotheker nötig.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat die hormonelle Verhütung?
Der NHS führt häufig berichtete Beschwerden auf: Kopfschmerzen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Brustspannen und Akne. Ein wichtiges Detail – laut NHS gibt es nicht genügend Belege dafür, dass gerade die hormonelle Verhütung sie verursacht, und wenn sie auftreten, klingen sie in der Regel bis etwa 3 Monate ab. Wenn sie dich stören, wende dich an den Arzt oder die Klinik – eine andere Methode passt vielleicht besser zu dir.
Hormonelle Verhütung kann das Risiko für Blutgerinnsel und Brustkrebs erhöhen. Der NHS stellt klar, dass dieses Risiko sehr niedrig ist, aber bedeutet, dass manche hormonellen Methoden nicht für jede Frau geeignet sind – deshalb ist die Beratung unverzichtbar.
Wie beeinflusst die Verhütung die Menstruation?
Für manche Frauen ist das der entscheidende Faktor. Laut NHS können die kombinierte Pille, die Hormonspirale, das Implantat und die Spritze die Menstruation weniger schmerzhaft machen. Bei starken Blutungen helfen die kombinierte Pille, IUS, Minipille, Implantat und Spritze, wobei die Hormonspirale als wirksamste Option für dieses Problem genannt wird.
Das Gegenteil gilt für die Kupferspirale – sie kann den Zyklus stärker und schmerzhafter machen, auch wenn sich das in der Regel innerhalb weniger Monate bessert. Wenn es sich nicht bessert, kann die Spirale entfernt werden.
Was solltest du den Arzt fragen und wann Hilfe suchen?
Der NHS betont, dass die Wahl „davon abhängt, was dir wichtig ist“. Bereite dir Antworten und Fragen zu den vier Themen vor, die der NHS zu bedenken empfiehlt:
- Wie wirksam ist die Methode bei realer Anwendung, und werde ich es schaffen, sie richtig zu benutzen?
- Wie wird sie angewendet und wie oft – will ich etwas, an das ich nicht jeden Tag denken muss?
- Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es für mich persönlich – hormonell oder nicht hormonell?
- Wie wird sich meine Menstruation verändern?
Wende dich an einen Arzt, eine Krankenschwester oder eine Klinik für sexuelle Gesundheit, wenn:
- die Nebenwirkungen dich stören und nicht abklingen;
- die Kupferspirale deinen Zyklus stärker und schmerzhafter macht und sich das nicht bessert;
- du Fragen zum Risiko für Blutgerinnsel oder Brustkrebs bei einer hormonellen Methode hast;
- du dir nicht sicher bist, ob eine bestimmte Methode für deinen Gesundheitszustand geeignet ist.
Häufige Fragen
Welche Methode schützt auch vor sexuell übertragbaren Infektionen?
Laut NHS schützen nur Kondome vor sexuell übertragbaren Infektionen, einschließlich HIV. Alle anderen Methoden schützen ausschließlich vor einer Schwangerschaft.
Was ist Notfallverhütung und wie viel Zeit habe ich?
Der NHS beschreibt zwei Möglichkeiten: die „Pille danach“, die je nach Art bis 3 oder 5 Tage nach dem Sex eingenommen wird, und die Kupferspirale, die ebenfalls zur Notfallverhütung dienen kann.
Werde ich Nebenwirkungen von der Pille haben?
Das ist nicht sicher – der NHS gibt an, dass es nicht genügend Belege dafür gibt, dass die hormonelle Verhütung die häufig berichteten Beschwerden verursacht. Wenn sie trotzdem auftreten, klingen sie in der Regel bis etwa 3 Monate ab.
Quellen
- NHS – How well contraception works at preventing pregnancy – zuletzt vom NHS geprüft: 31. Januar 2024
- NHS – How contraception is used – zuletzt vom NHS geprüft: 31. Januar 2024
- NHS – Side effects and risks of hormonal contraception – zuletzt vom NHS geprüft: 31. Januar 2024
Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].
