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Pap-Abstrich und HPV: was das Screening prüft und wie oft

Der Abstrich (Zervix-Screening) ist kein Krebstest, sondern ein Test, der hilft, Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen. Laut NHS wird die Zellprobe zuerst auf Hochrisiko-Typen von HPV untersucht – das Virus, das fast alle Fälle dieser Krebsart verursacht – und nur wenn es gefunden wird, werden auch die Zellveränderungen geprüft. Im britischen Programm werden Frauen von 25 bis 64 Jahren alle 5 Jahre eingeladen, und bei nachgewiesenem HPV verkürzt sich das Intervall auf 1 Jahr.

Kurz gesagt
  • Laut NHS werden fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch Hochrisiko-Typen von HPV verursacht.
  • Die Probe wird zuerst auf HPV getestet; wird das Virus nicht gefunden, sind keine weiteren Untersuchungen nötig.
  • In Großbritannien werden Frauen von 25 bis 64 Jahren alle 5 Jahre zum Screening eingeladen.
  • Der Test selbst dauert unter 5 Minuten, der gesamte Termin etwa 10 Minuten.
  • Die HPV-Impfung deckt nicht alle Typen des Virus ab, deshalb bleibt das Screening auch für Geimpfte nötig.

Was genau prüft der Abstrich?

Laut NHS prüft das Screening die Gesundheit des Gebärmutterhalses – der Öffnung zwischen Scheide und Gebärmutter. Es sucht nicht nach Krebs, sondern hilft, ihn zu verhindern: Es werden Zellveränderungen entdeckt, die behandelt werden können, bevor sie sich zu Krebs entwickeln.

Der Ablauf hat zwei Schritte. Eine kleine Zellprobe wird zuerst auf bestimmte Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus (HPV) untersucht, die Zellveränderungen hervorrufen können. Wird kein solches Virus gefunden, werden keine weiteren Untersuchungen gemacht. Wird es gefunden, wird dieselbe Probe auch auf Veränderungen der Zellen des Gebärmutterhalses geprüft.

Was ist HPV und wie wird es übertragen?

Der NHS beschreibt HPV als eine sehr verbreitete Gruppe von Viren – die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit irgendeinem Typ. Es wird bei jedem Haut-zu-Haut-Kontakt im Genitalbereich übertragen, nicht nur beim penetrativen Sex: vaginaler, oraler oder analer Sex, anderer genitaler Kontakt und das Teilen von Sexspielzeug.

In den meisten Fällen beseitigt der Körper das Virus ohne Folgen, manchmal bleibt es jedoch lange bestehen. Gerade die hartnäckigen Hochrisiko-Typen können Zellveränderungen verursachen, die ohne Behandlung zu Krebs werden können. Laut NHS ist Gebärmutterhalskrebs ohne einen Hochrisiko-Typ von HPV sehr unwahrscheinlich – auch bei früher auffälligen Zellen.

In welchem Alter und wie oft wird das Screening gemacht?

Im britischen Programm, das der NHS beschreibt, werden alle Frauen im Alter von 25 bis 64 Jahren alle 5 Jahre zum Screening eingeladen. Der NHS betont, dass jeder Mensch mit einem Gebärmutterhals zum Screening gehen sollte.

Laut NHS bleibst du im Risiko und solltest hingehen, auch wenn du gegen HPV geimpft bist (die Impfung deckt nicht alle Typen ab), nur einen Partner hattest, lange mit demselben Partner zusammen bist oder lange keinen Sex hattest, lesbisch oder bisexuell bist oder eine Teilhysterektomie hattest, bei der der Gebärmutterhals nicht vollständig entfernt wurde. Wenn du nie sexuellen Kontakt hattest, ist dein Risiko niedrig, aber der NHS empfiehlt trotzdem, bei einer Einladung hinzugehen.

Was passiert beim Termin selbst?

Der NHS beschreibt die Untersuchung Schritt für Schritt. Meist macht sie eine Frau – eine Krankenschwester oder Ärztin, die zuerst den Test erklärt. Du ziehst dich hinter einem Sichtschutz von der Hüfte abwärts aus und legst dich auf eine Liege, meist mit angewinkelten Knien. Ein glattes Spekulum wird vorsichtig in die Scheide eingeführt, bei Bedarf mit Gleitmittel, und geöffnet, damit der Gebärmutterhals sichtbar wird. Mit einem weichen Bürstchen wird eine kleine Zellprobe entnommen, danach wird das Spekulum entfernt.

Der Test selbst dauert unter 5 Minuten, der gesamte Termin etwa 10. Normalerweise tut er nicht weh, aber für manche Frauen ist er unangenehm oder schmerzhaft. Du kannst jederzeit darum bitten aufzuhören, ein kleineres Spekulum, eine andere Position (zum Beispiel seitlich mit angewinkelten Knien) oder das Spekulum selbst einzuführen. Leichte Blutungen danach sind normal und sollten nach ein paar Stunden aufhören.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Laut NHS gibt es vier Hauptvarianten:

  • HPV nicht nachgewiesen – das Risiko für Gebärmutterhalskrebs ist sehr niedrig; keine weiteren Tests nötig, nächste Einladung nach 5 Jahren.
  • Unklares (unzureichendes) Ergebnis – Wiederholung des Tests nach 3 Monaten; das bedeutet nicht, dass etwas nicht in Ordnung ist.
  • HPV nachgewiesen, ohne Zellveränderungen – neue Einladung nach 1 Jahr und ein weiteres Jahr danach, wenn das Virus noch da ist. Bleibt HPV 2 Jahre bestehen, wird eine Kolposkopie angesetzt.
  • HPV nachgewiesen mit Zellveränderungen – es wird eine Kolposkopie angesetzt.

Die Kolposkopie ist ein einfacher Eingriff zur Betrachtung des Gebärmutterhalses, ähnlich wie das Screening, aber im Krankenhaus. Der NHS stellt klar, dass sich die Zellveränderungen nicht verschlimmern, während du darauf wartest. Ein positives HPV-Ergebnis bedeutet keine Untreue – das Virus kann viele Jahre ohne neuen Partner im Körper bleiben.

Wann solltest du zum Arzt gehen?

Laut NHS wende dich an einen Arzt oder eine Krankenschwester:

  • wenn du dir nicht sicher bist, ob du zum Screening gehen musst – zum Beispiel nach einer Hysterektomie oder wenn du nie sexuellen Kontakt hattest;
  • wenn du nach der Untersuchung starke Blutungen hast oder die Schmierblutung nach ein paar Stunden nicht aufhört;
  • wenn deine Ergebnisse nach dem genannten Datum ausbleiben – ruf in der Praxis an;
  • wenn du beunruhigende Symptome hast – warte nicht auf die Screening-Einladung, sondern kontaktiere deinen Arzt;
  • wenn du ein trans Mann oder eine nichtbinäre Person mit Gebärmutterhals bist und keine Einladungen bekommst – du kannst darum bitten, aufgenommen zu werden.
So hilft MyCarrie:

Häufige Fragen

Ich bin gegen HPV geimpft – brauche ich einen Abstrich?

Ja. Laut NHS schützt die Impfung nicht vor allen HPV-Typen, deshalb bleibt das Screening auch für Geimpfte wichtig.

HPV wurde nachgewiesen, aber ohne Zellveränderungen – was folgt?

Der NHS gibt an, dass du nach 1 Jahr erneut eingeladen wirst. Wenn das Virus auch nach 2 Jahren noch da ist, wird eine Kolposkopie angesetzt. In vielen Fällen beseitigt der Körper es von selbst.

Tut der Abstrich weh und wie kann ich ihn leichter machen?

Laut NHS tut er normalerweise nicht weh, kann aber unangenehm sein. Es hilft, mit einem langen Oberteil oder Rock zu kommen, eine Begleitperson mitzubringen, ruhig zu atmen und um ein kleineres Spekulum oder eine andere Position zu bitten. Du kannst den Test jederzeit abbrechen.

Quellen

Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].

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