Endometriose: warum sie spät erkannt wird und welche Anzeichen es gibt
Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut ähneln, an anderen Stellen im Körper wachsen – am häufigsten um die Eierstöcke, die Eileiter und die Beckenauskleidung. Laut NHS kann die Diagnose lange dauern, weil die Symptome denen von Adenomyose, Myomen, entzündlicher Beckenerkrankung und Reizdarmsyndrom ähneln und oft mehrere Untersuchungen nötig sind. Die Hauptanzeichen sind starke Menstruationsschmerzen, die deinen Alltag beeinträchtigen, starke Blutungen, Schmerzen im Becken, beim Sex, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang und starke Müdigkeit.
- Laut NHS ist Endometriose eine Erkrankung, bei der Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut ähneln, außerhalb der Gebärmutter wachsen – um die Eierstöcke, die Eileiter, die Beckenauskleidung, manchmal Blase und Darm und selten auch außerhalb des Beckens.
- Die Symptome entstehen, wenn die Herde sich abbauen und bluten, das Blut aber den Körper nicht verlassen kann.
- Die Diagnose dauert lange, weil die Symptome denen von Adenomyose, Myomen, entzündlicher Beckenerkrankung und Reizdarmsyndrom ähneln.
- Die einzige Untersuchung, die laut NHS eine Endometriose bestätigen kann, ist die Laparoskopie – eine Kamera durch einen kleinen Schnitt im Bauch.
- Es gibt keine Behandlung, die sie vollständig beseitigt, aber Schmerzmittel, Hormontherapien und Operationen können die Symptome kontrollieren.
Was ist Endometriose und wo tritt sie auf?
Laut NHS ist Endometriose eine Erkrankung, bei der Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut ähneln, in anderen Teilen des Körpers wachsen. Am häufigsten ist das um die Gebärmutter herum – an den Eierstöcken, den Eileitern und der Beckenauskleidung. Manchmal betrifft sie Blase und Darm und in einzelnen Fällen auch Stellen außerhalb des Beckens, zum Beispiel den Brustkorb.
Die Symptome entstehen, weil sich diese Herde wie die Gebärmutterschleimhaut abbauen und bluten, das Blut aber keinen Ausweg hat. Der NHS weist darauf hin, dass die Erkrankung den Alltag ernsthaft beeinträchtigen kann, es aber Behandlungen gibt, die helfen.
Was sind die Anzeichen einer Endometriose?
Der NHS teilt die Symptome in solche während der Menstruation und solche, die jederzeit auftreten können.
Während der Menstruation:
- starke Schmerzen, die dich davon abhalten, deine gewohnten Dinge zu tun;
- starke Blutungen – Wechsel von Binde oder Tampon alle 1 bis 2 Stunden oder Blut, das durch die Kleidung dringt.
Jederzeit:
- Schmerzen im Unterbauch und Rücken (Beckenbereich);
- Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang;
- Schmerzen während oder nach dem Sex;
- starke Müdigkeit;
- Schmerzen oder Blutungen an anderen Stellen, zum Beispiel im Brustkorb, was Atemnot und Bluthusten verursachen kann.
Laut NHS kann Endometriose auch zu Schwierigkeiten beim Schwangerwerden sowie zu gedrückter Stimmung oder Ängsten führen.
Warum wird Endometriose so spät erkannt?
Der NHS sagt direkt, dass die Diagnose lange dauern kann und dass mehrere verschiedene Untersuchungen nötig sein können. Der Hauptgrund ist, dass die Symptome denen anderer Erkrankungen ähneln – Adenomyose, Myome, entzündliche Beckenerkrankung und Reizdarmsyndrom.
Es gibt noch einen weiteren Faktor: Starke Menstruationsschmerzen werden leicht als „normal“ hingenommen, besonders wenn du sie seit Jahren hast. Der Unterschied ist laut NHS, ob der Schmerz dich davon abhält, deine gewohnten Dinge zu tun – das ist keine normale Menstruation und ein Grund für eine Beratung, nicht fürs Aushalten.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Laut NHS wird dich der Arzt beim ersten Termin nach deinen Symptomen fragen und ob nahe Verwandte Endometriose hatten. Er kann eine körperliche Untersuchung machen, einschließlich einer vaginalen, um Bauch und Becken zu prüfen, und Bluttests anordnen. Je mehr Details du zu deinen Symptomen gibst, desto besser.
Bei Verdacht kann der Arzt dich für weitere Untersuchungen an eine Gynäkologin überweisen oder Medikamente zur Linderung vorschlagen. Die Untersuchungen sind laut NHS Ultraschall (über den Bauch oder vaginal), Magnetresonanztomografie und Laparoskopie – ein Eingriff, bei dem durch einen kleinen Schnitt im Bauch eine Kamera eingeführt wird. Die Laparoskopie ist die Untersuchung, die eine Endometriose bestätigen kann, und manchmal werden die Herde noch während des Eingriffs entfernt.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
Laut NHS solltest du einen Arzttermin vereinbaren, wenn:
- du denkst, dass du Endometriose haben könntest;
- die Symptome sich auf deinen Alltag, deine Arbeit oder deine Beziehungen auswirken;
- du bereits eine Behandlung von der Hausärztin bekommen hast, die Symptome sich aber nicht gebessert oder verschlechtert haben.
Welche Behandlung gibt es?
Laut NHS gibt es derzeit keine Behandlung, die die Endometriose beseitigt, aber die Symptome können kontrolliert werden. In der Regel werden zuerst Medikamente versucht – Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen sowie Hormontherapien wie die kombinierte Antibabypille oder andere Medikamente, die die Hormonspiegel verändern. Hormontherapien werden Frauen, die versuchen, schwanger zu werden, nicht gegeben.
Eine Operation kann vorgeschlagen werden, wenn das andere nicht hilft, wenn die Endometriose ausgedehnt ist oder wenn sie die Möglichkeit beeinflusst, Kinder zu bekommen – Entfernung der Herde oder von Zysten an den Eierstöcken, in schwereren Fällen der Gebärmutter, der Eierstöcke oder eines Teils der Blase oder des Darms. Der NHS gibt an, dass du bei erfolgloser Behandlung oder sehr schweren Symptomen an eine spezialisierte Endometriose-Einrichtung überwiesen werden kannst und bei Bedarf an einen Reproduktionsmediziner oder an psychische Unterstützung. Die Symptome hören in der Regel nach der Menopause auf, auch wenn sie manchmal danach weiterbestehen.
Häufige Fragen
Kann ein Ultraschall eine Endometriose ausschließen?
Laut NHS ist der Ultraschall eine der Untersuchungen, aber nur die Laparoskopie kann die Diagnose bestätigen. Ein normaler Ultraschall bedeutet nicht, dass du keine Endometriose hast.
Ist Endometriose erblich?
Der NHS gibt an, dass die Ursache nicht bekannt ist, aber der Arzt wird dich fragen, ob nahe Verwandte Endometriose hatten – die Familiengeschichte ist Teil der Beurteilung.
Kann ich schwanger werden, wenn ich Endometriose habe?
Laut NHS kann Endometriose das Schwangerwerden erschweren, aber es gibt Möglichkeiten – eine Operation, wenn sie die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, und die Überweisung an einen Reproduktionsmediziner.
Quellen
- NHS – Endometriosis – zuletzt vom NHS geprüft: 27. August 2024
Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].
