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Scheidenpilz: Symptome, Auslöser und wann du zum Arzt solltest

Scheidenpilz ist eine häufige Pilzinfektion, verursacht durch Candida – einen Pilz, der normalerweise harmlos ist, sich aber in warmer und feuchter Umgebung vermehrt, wenn das Bakteriengleichgewicht gestört ist. Laut NHS sind die typischen Anzeichen ein weißer, dicker, geruchloser Ausfluss, Juckreiz und Brennen rund um Vulva und Scheide. Behandelt wird mit Antimykotika, und er vergeht in der Regel in 7 bis 14 Tagen – bei einer ersten Episode, in der Schwangerschaft oder bei mehr als 4 Episoden pro Jahr solltest du aber zum Arzt gehen.

Kurz gesagt
  • Laut NHS wird Scheidenpilz nicht als sexuell übertragbare Infektion eingestuft, auch wenn er durch Sex ausgelöst werden kann.
  • Auslöser sind Antibiotika, schlecht eingestellter Diabetes, Schwangerschaft, Hormonersatztherapie, geschwächtes Immunsystem und gereizte Haut.
  • Mit antimykotischer Behandlung vergeht die Infektion in der Regel in 7 bis 14 Tagen.
  • Mehr als 4 Episoden in 12 Monaten gelten als wiederkehrender Scheidenpilz und erfordern eine ärztliche Beurteilung.
  • Antimykotische Cremes können Kondome und Diaphragmen beschädigen, sodass die Verhütung während der Behandlung möglicherweise nicht wirkt.

Wie erkenne ich Scheidenpilz?

Laut NHS zeigt sich Scheidenpilz bei Frauen in der Regel durch:

  • weißen vaginalen Ausfluss, der oft an Hüttenkäse erinnert und in der Regel nicht riecht;
  • Juckreiz und Reizung rund um Vulva und Scheide;
  • Schmerzen und Brennen beim Sex oder beim Wasserlassen.

Der Pilz kann auch andere Hautbereiche betreffen – Achseln, Leisten, zwischen den Fingern – als roter, juckender oder schmerzhafter Ausschlag, der sich schuppt und weißen oder gelben Ausfluss haben kann. Bei dunklerer Haut ist der Ausschlag schwerer zu erkennen. Manche Menschen haben gar keine Symptome.

Was löst die Pilzinfektion aus?

Der NHS erklärt, dass Scheidenpilz durch Candida verursacht wird – einen Pilz, der normalerweise im Körper lebt, ohne zu schaden. Das Problem entsteht, wenn sich das Bakteriengleichgewicht verändert und der Pilz sich unter warmen und feuchten Bedingungen vermehrt.

Das erklärt, warum die Infektion oft nach einer Antibiotikakur oder in Zeiten hormoneller Veränderungen auftritt – nicht weil du etwas falsch gemacht hast, sondern weil sich das Milieu in der Scheide verändert hat. Die Faktoren, die sie laut NHS auslösen können, sind:

  • gereizte oder verletzte Haut;
  • Einnahme von Antibiotika;
  • schlecht eingestellter Diabetes;
  • geschwächtes Immunsystem – zum Beispiel bei HIV oder Chemotherapie;
  • Hormonersatztherapie (HRT);
  • Schwangerschaft.

Wird Scheidenpilz sexuell übertragen?

Laut NHS wird Scheidenpilz nicht als sexuell übertragbare Infektion eingestuft. Sex kann ihn jedoch auslösen, und seltener kann er beim Sex auf den Partner übertragen werden. Dein Partner braucht keine Behandlung, es sei denn, er hat Symptome.

Wenn die Infektion dir Beschwerden bereitet, rät der NHS, auf Sex zu verzichten, bis sie vorbei ist. Beachte auch die Warnung des NHS: Antimykotische Cremes können das Latex von Kondomen und Diaphragmen beschädigen, sodass deine Verhütung während der Behandlung möglicherweise nicht zuverlässig ist.

Wie wird er behandelt und wie lange dauert es?

Laut NHS ist in der Regel ein Antimykotikum nötig – Tablette, Vaginalzäpfchen (Pessar) oder Creme. Die Infektion sollte innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach Behandlungsbeginn abklingen.

Wenn bei dir bereits einmal die Diagnose gestellt wurde und du die Symptome erkennst, kannst du ein Antimykotikum rezeptfrei in der Apotheke kaufen – der Apotheker empfiehlt das passendste Mittel, und viele Apotheken bieten einen separaten Bereich für ein diskretes Gespräch. Wichtige Einschränkung des NHS: Verwende Antimykotika nicht häufiger als zweimal in 6 Monaten, ohne mit einem Apotheker oder Arzt zu sprechen. Bei wiederkehrendem Scheidenpilz (mehr als 4 Episoden in 12 Monaten) kann die Behandlung bis zu 6 Monate dauern, und der Arzt prüft auf Auslöser wie die Menstruation oder Sex.

Wie verringere ich das Risiko einer erneuten Infektion?

Scheidenpilz ist in den meisten Fällen harmlos, kann aber wiederkommen. Der NHS gibt einfache Regeln für den Alltag, die helfen, den Bereich trocken und frei von unnötiger Reizung zu halten:

  • wasche den betroffenen Bereich mit Wasser und einem Emolliens (rückfettende Creme) statt mit Seife;
  • trockne dich nach dem Waschen gut ab;
  • trag Baumwollunterwäsche;
  • benutze keine Seifen und Duschgels im Intimbereich;
  • verwende keine Scheidenspülungen oder Intimdeos;
  • vermeide enge Unterwäsche und Strumpfhosen.

Wann solltest du zum Arzt gehen?

Laut NHS solltest du einen Arzttermin vereinbaren (kein Notfall), wenn:

  • du zum ersten Mal Symptome von Scheidenpilz hast;
  • du unter 16 oder über 60 Jahre alt bist;
  • die Infektion mehr als 4-mal in 12 Monaten zurückkommt;
  • die Behandlung nicht gewirkt hat;
  • du schwanger bist oder stillst;
  • du ein geschwächtes Immunsystem hast – zum Beispiel wegen Diabetes, HIV oder Chemotherapie.

Du kannst dich auch an eine Klinik für sexuelle Gesundheit wenden. Beim Termin bestätigt der Arzt die Diagnose in der Regel anhand der Symptome; bei unklarem oder wiederkehrendem Fall kann er den Bereich untersuchen und mit einem Wattestäbchen eine Probe des Ausflusses zur Untersuchung nehmen.

So hilft MyCarrie:

Häufige Fragen

Muss mein Partner auch behandelt werden?

Laut NHS brauchen Partner keine Behandlung, es sei denn, sie haben Symptome.

Kann ich ein Medikament ohne Rezept kaufen?

Ja, wenn bei dir bereits einmal die Diagnose gestellt wurde und du die Symptome erkennst. Der NHS rät jedoch, Antimykotika nicht häufiger als zweimal in 6 Monaten ohne Rücksprache mit einem Apotheker oder Arzt zu verwenden.

Warum riecht der Ausfluss bei Scheidenpilz nicht?

Der NHS beschreibt den typischen Ausfluss bei Frauen als weiß, hüttenkäseartig und in der Regel geruchlos. Ein unangenehmer Geruch gehört zu den Symptomen, die der NHS bei Männern aufzählt, nicht bei Frauen – wenn dein Ausfluss riecht oder du nicht sicher bist, was es ist, lass dich untersuchen.

Quellen

Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].

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