Eisenmangelanämie: Müdigkeit, starke Periode und Untersuchungen
Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Form der Anämie und entsteht laut NHS durch Eisenmangel, meist infolge von Blutverlust oder Schwangerschaft. Eine starke Menstruation ist bei Frauen eine sehr häufige Ursache. Die Diagnose wird mit einem großen Blutbild gestellt, und die Behandlung erfolgt mit Eisentabletten, in der Regel etwa 6 Monate lang, zusammen mit der Beseitigung der Ursache.
- Laut NHS sind die häufigsten Symptome Müdigkeit und Energielosigkeit, Kurzatmigkeit, Herzklopfen, blassere Haut und Kopfschmerzen.
- Eine starke Menstruation ist eine sehr häufige Ursache der Eisenmangelanämie und kann mit Medikamenten behandelt werden.
- Die Diagnose wird mit einem großen Blutbild (FBC) gestellt, das die Zahl der roten Blutkörperchen prüft und auch nach anderen Anämieformen sucht.
- Die Behandlung mit Eisentabletten dauert in der Regel etwa 6 Monate, und der Arzt wiederholt die Blutuntersuchungen, um die Werte zu verfolgen.
- Ohne Behandlung schwächt die Anämie das Immunsystem und kann zu Komplikationen an Herz und Lunge führen.
Welche Symptome hat eine Eisenmangelanämie?
Die häufigsten Anzeichen laut NHS sind Müdigkeit und wenig Energie, Kurzatmigkeit, Herzklopfen (das Gefühl eines schnellen oder starken Pulses), blassere Haut als gewöhnlich und Kopfschmerzen. Das Problem ist, dass viele Frauen die Müdigkeit auf einen vollen Alltag, Stress oder Schlafmangel zurückführen und sie nicht mit dem Eisen in Verbindung bringen.
Seltener treten weitere Symptome auf, die der NHS aufzählt: Ohrgeräusche, ein seltsamer Geschmack von Speisen, Juckreiz der Haut, eine schmerzende Zunge, Haarausfall, das Verlangen, Dinge zu essen, die keine Nahrung sind (zum Beispiel Papier oder Eis), Schluckbeschwerden, Risse in den Mundwinkeln, löffelförmige Nägel und das Restless-Legs-Syndrom.
Warum führt eine starke Menstruation zu Anämie?
Laut NHS wird die Eisenmangelanämie durch Eisenmangel verursacht, meist infolge von Blutverlust oder Schwangerschaft. Bei Frauen ist eine starke Menstruation eine sehr häufige Ursache – mit jeder starken Periode geht Blut verloren und mit ihm Eisen. Die gute Nachricht laut NHS: Eine starke Periode kann mit Medikamenten behandelt werden, was auch die Ursache der Anämie beseitigt.
In der Schwangerschaft liegt der Mangel meist an zu wenig Eisen in der Nahrung. Andere Ursachen, die der NHS nennt, sind Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt – zum Beispiel durch ein Magengeschwür, eine Entzündung des Darms oder der Speiseröhre, Hämorrhoiden, die längere Einnahme von Entzündungshemmern wie Ibuprofen und Aspirin und seltener Darm- oder Magenkrebs. Jeder Zustand, der mit Blutverlust verbunden ist, kann zu einer Anämie führen.
Was zeigen die Untersuchungen auf Anämie?
Laut NHS fragt der Arzt zunächst nach deinem Lebensstil und deiner Krankengeschichte und ordnet dann ein großes Blutbild (FBC) an. Es prüft, ob die Zahl der roten Blutkörperchen normal ist, und erfordert keine Vorbereitung. Dieselbe Untersuchung hilft auch, andere Anämieformen zu erkennen – zum Beispiel bei einem Mangel an Vitamin B12 oder Folat.
Wenn die Ursache des Mangels unklar ist, weist der NHS darauf hin, dass der Arzt einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl (FIT) anordnen oder dich für weitere Untersuchungen an einen Spezialisten überweisen kann.
Wie wird die Eisenmangelanämie behandelt?
Laut NHS hat die Behandlung zwei Teile: die Beseitigung der Ursache (zum Beispiel die Behandlung der starken Periode oder eines Geschwürs) und das Auffüllen des Eisens mit Tabletten, wenn die roten Blutkörperchen vermindert sind. Die Einnahme dauert in der Regel etwa 6 Monate, und der Arzt wiederholt die Blutuntersuchungen in den folgenden Monaten, um zu prüfen, ob die Werte steigen.
Der NHS erwähnt, dass ein Glas Orangensaft nach der Tablette die Aufnahme unterstützen kann. Häufige Nebenwirkungen sind Verstopfung oder Durchfall, Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit und dunklerer Stuhl – die Einnahme mit dem Essen oder kurz danach kann sie verringern. Setze die Tabletten wegen der Nebenwirkungen nicht eigenmächtig ab, sondern folge den Anweisungen des Arztes. Wichtige Warnung des NHS: Eisentabletten sind für kleine Kinder gefährlich, und eine Überdosierung kann tödlich sein – bewahre sie unzugänglich auf.
Was sollte ich bei Eisenmangel essen und was einschränken?
Der NHS empfiehlt, mehr dunkelgrünes Blattgemüse, mit Eisen angereicherte Frühstückscerealien und Brot, Fleisch, Trockenfrüchte und Hülsenfrüchte einzubauen. Gleichzeitig behindern einige Lebensmittel und Getränke die Eisenaufnahme, und es ist gut, sie einzuschränken: Tee, Kaffee, Milch und Milchprodukte sowie Lebensmittel mit hohem Phytinsäuregehalt, zum Beispiel Vollkorn-Frühstückscerealien. Wenn es dir schwerfällt, Eisen über die Nahrung aufzunehmen, kann der Arzt dich an einen Ernährungsberater überweisen.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
Laut NHS solltest du deinen Hausarzt aufsuchen, wenn du vermutest, eine Eisenmangelanämie zu haben – besonders bei einer Kombination der folgenden Anzeichen:
- anhaltende Müdigkeit und Energielosigkeit, die sich nicht durch deinen Alltag erklären lassen;
- Kurzatmigkeit oder Herzklopfen bei gewöhnlicher Anstrengung;
- blassere Haut als gewöhnlich und häufige Kopfschmerzen;
- starke Menstruation, besonders wenn sie in letzter Zeit stärker geworden ist;
- Haarausfall, schmerzende Zunge, Risse in den Mundwinkeln oder Nägel mit veränderter Form;
- Schwangerschaft mit einem der oben genannten Symptome.
Der NHS warnt, dass eine unbehandelte Anämie das Risiko für Krankheiten und Infektionen erhöht, weil sie das Immunsystem schwächt, zu Komplikationen an Herz und Lunge führen kann (zum Beispiel schneller Puls oder Herzinsuffizienz) und in der Schwangerschaft zu einem höheren Risiko für Komplikationen vor und nach der Geburt.
Häufige Fragen
Kann ich Eisen auf eigene Faust einnehmen, ohne Untersuchung?
Der NHS beschreibt die Behandlung als vom Arzt verordnet nach einem Blutbild, das niedrige rote Blutkörperchen bestätigt, und bei gleichzeitiger Suche nach der Ursache. Die Selbstbehandlung lässt genau diesen zweiten Schritt aus.
Wie lange dauert es, bis sich die Eisenwerte erholen?
Laut NHS dauert die Einnahme von Eisentabletten in der Regel etwa 6 Monate, und der Arzt verfolgt die Werte mit wiederholten Blutuntersuchungen in den folgenden Monaten.
Warum sollte ich die Eisentablette nicht mit Tee oder Kaffee einnehmen?
Der NHS nennt Tee, Kaffee, Milch und Milchprodukte unter den Lebensmitteln und Getränken, die die Eisenaufnahme erschweren, und empfiehlt, sie einzuschränken. Orangensaft nach der Tablette kann dagegen helfen.
Quellen
- NHS – Iron deficiency anaemia – zuletzt vom NHS geprüft: 26. Januar 2024
Informationsartikel, mit eigenen Worten nach den angegebenen Quellen nacherzählt. Ersetzt keine ärztliche Beratung; im Notfall wähle 112. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib an [email protected].
